Das Reflex – ABC

Frühkindliche Reflexe entstehen oft schon in der Schwangerschaft und haben dann bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung ihre Bedeutung. Sie helfen dem Kind, bestimmte Bewegungen und Entwicklungsschritte zu machen. Ziel der Entwicklung ist es, mehr Integration zu erreichen, das heißt, dass komplexere Bewegungen möglich werden und dass einzelne Bewegungen bewusst initiiert werden können. Der „Suchreflex“ beispielsweise entsteht in der 24.- 28. Schwangerschaftswoche und ist bei der Geburt vorhanden, 3- 4 Monate nach der Geburt sollte er integriert sein. Wenn dieser Reflex nicht  beim Erwachsenen integriert ist, kann sich das bemerkbar machen an einer Hypersensibilität der Lippen und im Mundbereich, Überempfindlichkeiten beim Berühren des Gesichtes, Sprach- und Artikulationsprobleme, Schlechte manuelle Geschicklichkeit.

Die ursprünglichen Reflexe sollten in der Erwachsenenmotorik integriert sein, das heißt, sie sollten dann nicht mehr auslösbar sein bzw. kinesiologisch keinen Stress mehr anzeigen. Andernfalls können sie bei Bewegungen im Leben des Heranwachsenden oder Erwachsenen störend wirken bzw. bestimmte Fähigkeiten hemmen. Ziel der kinesiologischen Balance ist es, den Körper zu unterstützen, die Reifung nachzuholen und den Reflex zu integrieren.